Umzug II/08
Wieder Kisten packen, abwägen, was mit soll und was nicht. Kartons suchen, lagern, sortieren. Zum zweiten Mal in diesem Jahr. Und dieses Mal kein Umzug innerhalb Berlins.

Das vorläufige Ziel ist nach 6 Stunden auf der nassen Autobahn erreicht: Augsburg. Jetzt muss ich hier nur noch eine günstige Wohnung oder ein nettes WG-Zimmer finden. Wenn jemand was hat: Möglichst Innenstadt, mit Bett & Tisch & Internet!
Zufall?
Seit einigen Wochen bekomme ich immer wieder den selben Buchvorschlag in der Amazon-Werbebox rechts unten auf dieser Seite: Die Rentner-WG. – Das kann doch kein Zufall mehr sein…
Wenn es jemand gelesen hat, bitte ich um eine kurze Rezension in den Kommentaren. Vielleicht schaue ich dann auch mal ‘rein.
(Und spätestens mit diesem Posting werde ich den Titel wohl nicht mehr los.)
Die offizielle Erklärung

Vor und nach so einem Umzug ist immer viel zu tun. Das kennt jeder. Vorher müssen unzählige Kisten gepackt werden (dieses Mal waren es zusammen etwa 140), man befreit sich von allerlei Ballast, muss aber jedes einzelne Stück, ob alter Schuh, verranzter Schlafsack oder vergilbtes Klassenfoto in die Hand nehmen und anhand mehrdeutiger Kriterien entscheiden, ob das jeweilige Gut den Transport wert ist.
Dann der Tag des Umzugs. Aufstehen um 6h, weil sich die Brigade für 7h angekündigt hat. Die letzten Kleinigkeiten werden verpackt: Bettwäsche, Zahnbürste, Wecker.
Etwa 12 Stunden später ist alles vorbei. Dazu die üblichen Verluste: ein paar Kratzer mehr am Schrank, hier und da fehlt eine Schraube, und hatte ich nicht auch ein paar Pflanzen? (Und hey, wo ist eigentlich die Katze geblieben?) – Alles nicht so schlimm. (Und das mit der Katze war nur Spaß! – Aber wo der Wels aus dem Aquarium geblieben ist, bleibt bis heute rätselhaft.)
Wohnungsübergaben sind ja bekanntlich auch immer so ein Thema – hier kann ich aus prozesstechnischen Gründen noch nicht viel vermelden. Nur so viel: Wir nehmen’s sportlich. :-)
Nun, dies sollte auch nur als offizielle Erklärung für die recht lange Blogpause dienen.
Kein Freispiel drin…
Paule ist tot.

Nachruf
Kaum ein Kater konnte seine Eckzähne so lasziv aus dem Mundwinkel hängen lassen, wie er. Und selten habe ich ein Tier so dicht neben der Tüte mit dem Trockenfutter sitzen sehen, ohne dass auch nur ein Versuch unternommen worden wäre, sie zu öffnen. Paule blieb stets standhaft und wartete, bis jemand anderes die Arbeit erledigte. (Nur Neider behaupteten, er wäre einfach zu blöd gewesen.) Dick wurde er trotzdem.
Paule liebte Parties und war gerne unter Leuten. Berührungsängste kannte er nicht. Woher auch? Sein Universum bestand aus freundlichen Menschen, einer (nicht selbst gewählten) Lebensgefährtin und dem sehr seltenen Besuch anderer Spezies wie zum Beispiel Hunden. Da letztere kleiner als die netten Menschen waren, lies er es auch bei diesen Geschöpfen am vielleicht angebrachten Respekt fehlen, was im bei der einen oder anderen Rasse nicht nur Freunde eingebracht hat. Sei es drum. Es ging schließlich darum, die Vorherrschaft im Revier zu manifestieren. Eine Mission, die ausnahmslos erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Nur eines konnte er nicht leiden: Gewitter. Sein feiner Sinn verriet ihm schon Stunden vorher, wenn mit einem dieser schaurigen Naturereignisse zu rechnen war. Geduckt, als wolle der Himmel ihm auf den Kopf fallen, schlich er dann in ein Versteck und hielt sich dort leise wimmernd so lange auf, bis der Spuk vorbei war.
Ach Paule, wir werden dich vermissen.
Paule verstarb heute, am 25. Februar 2008 um 10 Uhr nach kurzer, schwerer Krankheit, mit einem leichten Seufzer.
Das Kondolenzbuch ist im Kommentarbereich eröffnet.
Rauchmelder
Bei Fehlalarm kann man so einen Rauchmelder in der Wohnung auch wunderbar als Wecker einsetzen.
Besuch

Ohne Worte.
Auf dem Weg der Genesung

Durchschnitt
Wie ich gerade auf der re:publica erfahren musste, erfülle ich alle Blogger-Mythen.
Hier noch schnell der Katzen Content:
Paule geht’s nach seiner gestrigen Blasenstein-Operation nun schon wieder einigermaßen gut, aber er ist noch ziemlich genervt von der blöden Kopfbedeckung, die er zu seinem eigenen Schutz tragen muss.
PAX
Wie kann IKEA dieses Schranksystem nur “PAX” nennen?
“BELLUM” wäre wohl eher angebracht.
Batman Returns

Fernsehabend mit Katze

Akrobaten
Nicht ganz ungefährlich ist heutzutage der Job des Malers. Und ob diese Art der Sicherung den üblichen Regeln entspricht, wage ich zu bezweifeln.
Vierte Etage. Das kann schon wehtun.
Immerhin: Das Seil ist ziemlich dick und die beiden scheinen das nicht zum ersten Mal zu machen.
Lange zusehen kann ich dabei trotzdem nicht.
Brief in die Zukunft
Vorgestern saß ich noch spät in der Nacht mit V. bei einem Glas Wein. Dabei kam V. die Idee, dass es doch schön wäre, wenn man sich selbst Nachrichten in die Zukunft senden könne.
Zum Beispiel, um Ziele zu überprüfen oder Meinungen, die sich in ein paar Monaten oder Jahren vielleicht geändert haben könnten. Soetwas wie “Bin ich heute in fünf Jahren vielleicht Nichtraucher?”. Die Nachricht, die ich in 10 Jahren erhalten möchte, könnte auch lauten: “Heute, am 12. Oktober 2006, finde ich es toll, in einer WG zu Leben. Das ist nun exakt 10 Jahre her. Hat sich etwas geändert?”
Oder Wetten: “Im Oktober 2006 habe ich mit V. gewettet, dass sich in 10 Jahren niemand mehr an den Begriff »Web 2.0« erinnern wird. Einsatz: 1 Flasche irgendwas”. Termin: 1.10.2016.
Je mehr Wein, umso spannender wurde es. Ein paar Minuten später habe ich die Domain www.brief-in-die-zukunft.de reserviert und mit der Programmierung begonnen. Ganz einfach: Nur eine Eingabemaske und eine Tell-a-Friend-Funktion. Das war’s schon. Nicht schön, aber funktional.
Seit heute ist die Domain verfügbar und mein erster Testeintrag für den 12.10.2007 lautete: “Heute vor einem Jahr hatten V. und ich eine Idee…”.
Wer mag: www.brief-in-die-zukunft.de
Lisas Welt
Das Dilemma einer im vierten Stock lebenden Hauskatze ist ja, dass sie recht selten mit der Natur in Verbindung tritt. Andere Tiere und deren Laute kennt sie nur aus dem Fernsehen und sicherlich fragt sie sich manchmal, wer hier eigentlich anders ist.
Und so kommt es gelegentlich vor, dass ein Blumentopf als Ersatz für die große weite Welt herhalten muss, die sich sicherlich noch im kollektiv Unbewussten des kleinen Katzenhirns befindet.
Auf der frisch gegossenen Blumenerde liegend lässt es sich wohl vortrefflich vom Mäusejagen auf freiem Feld träumen, bevor man dann den Weg zum Fressnapf antritt, um sich an dieser weitaus weniger anstrengenden Form der Nahrungsaufnahme zu erfreuen.
Eigentlich gar nicht so übel, dieses Leben.
Wir sind bereit!
Die WM kann kommen…

Dank an A. für den Planer!
(Ich frage mich gerade, ob ich für die WM eine eigene Kategorie eröffnen sollte. Wäre ja nur einen Monat. Und nur Fußball. – Aber vielleicht ein ganz besonderer Monat. Und vielleicht auch nicht nur Fußball. – “Ereignisse” ist vielleicht passend. Mal sehen, ob sich das eignet…)


