WM beim DMY

Auch beim Design-Festival DMY im Flughafen Tempelhof spielte der Fußball durchaus eine Rolle:

Nur für kurze Zeit!

Nur noch bis zum 27. Oktober kann man im bereits seit längerer Zeit stillgelegten Stadtbad Wedding (in der Gerichtstraße 65) die Werke von 23 Künstlern in einem für Kunstausstellungen eher unüblichen Ambiente bewundern. SPIRITS nennt sich die Veranstaltung, die von der Künstlergruppe La chose organisiert wurde.

Spirits_GirlsEine Video-Installation in der Umkleidekabine oder eine Projektion in der Badewanne, das ist mal etwas anderes. Auch die bei der Eröffnung gereichten bunten Drinks in Reagenzgläsern hatten nicht nur aufgrund des bunten Inhalts, sondern insbesondere wegen der attraktiven Form der Offerierung einen ganz besonderen Charme, wie man auf dem Foto vielleicht erahnen kann.

Unbedingt hingehen!

6. Berliner Kunstsalon

Kunstsalon 2009

Keine Offenbarung, aber immerhin besser als die Wahlergebnisse: Der 6. Berliner Kunstsalon präsentierte neue und bekannte Kunst im immer wieder attraktiven Ambiente des Humboldt Umspannwerk in der Kopenhagener Straße. Weitgehend unkritisch, aufgewärmte Ideen, nichts wirklich Neues, aber immerhin ästhetisch. Oft. – So zumindest mein Eindruck. Aber sollte das alles sein?

Interessant auch der Kontakt zu den Künstlern oder deren Vertretern: Von gelangweilt und abwesend über genervt, arrogant bis hochmotiviert, informativ und aufdringlich war alles dabei. Das Publikum selbst kam mir nicht anders vor. Vielleicht sollte das mal Thema einer genaueren Betrachtung werden. Merkwürdige Szene.

War ja alles ganz anders…

Gioconda_Viola

Am Sonntag Abend habe ich von Gioconda Belli gelernt, dass das mit Adam und Eva und dem Paradies und so alles ein wenig anders war, als es uns das alte Testament weiß machen will. Verstanden habe ich ihre Version allerdings nur, weil ihr Spanisch auf wirklich beeindruckende Weise von Viola Gabor übersetzt wurde.

Eine wunderbare Lesung in der Kulturbrauerei.

H2

H2 im Glaspalast

16 Uhr. Ein leerer Parkplatz. Keine Schlange an der Kasse. Niemand zu sehen – außer der Kassierin, die erschrocken aufschaut, als die Tür aufgeht und ich eintrete. Aber das könnte auch an meiner Erscheinung liegen.

Genau genommen bin ich der einzige Besucher der gut 2.000m² großen Ausstellung im “Glaspalast” genannten ehemaligen Industriegebäude – und ich blieb auch allein. Die “Sammlung Neue Kunst III” wird hier (und noch bis zum 8. März 2009) präsentiert. Ein paar Werke haben mir sehr gut gefallen, insgesamt allerdings eine eher unspektakuläre Darbietung. Aber die paar Minuten hat man ja immer… :-)

Was die Besucher angeht, so mag neben der Attraktivität der Ausstellung selbst auch der recht üppige Preis (7 Euro) und die wenig einladende Lage der Galerie eine Rolle spielen. Aber vielleicht ist das ja sonst gaaaanz anders.

Und wofür “H2″ steht, habe ich übrigens auch nicht heraus gefunden.

lab.30

Kunst im Abraxas

Drei Tage mediale Künste in Augsburg – das 7. Kunstlabor “lab.30” präsentierte elektronische Kunst in Form von Installationen und Klängen. Der Veranstaltungsort abraxas ist zwar öffentlich nicht gerade bequem zu erreichen, aber der Weg lohnte sich.

lab.30 - Fett MamaBereits das “Fett Mama” getaufte Objekt im Eingangsbereich erregte meine besondere Aufmerksamkeit: Ein umgebauter Kopierer vermischte vom Publikum dargebrachte Bilder und Soundsequenzen zu an Musikvideoclips erinnernde Filmsequenzen, die zeitversetzt über Monitore und Beamer dargestellt wurden. Spannend und sehr ästhetisch.

Insgesamt eine sehr interessante Ausstellung mit tollen Ideen, wenn auch nicht immer ganz neu. Die “Laserluftgitarre” im Dachboden hat Jean Michel Jarre bereits vor Jahren auf seinen Konzerten eingesetzt und das “Plattenspielerkonzert ohne Schallplatten” klang in meinen Ohren nur nach unmotiviert aneinander gereihten Lärmvariationen.

Klangteppich aus zufälligen FundstückenDie Webcam Livestreams aus der Schönhauser Allee oder das “Samplingplong” von Jörg Niehage fand ich da (neben vielen anderen) schon deutlich spannender.

Zumindest die Videoinstallation “Standard Time”, bei der 24 Stunden lang die jeweils aktuelle Zeit in einer großen Holzkonstruktion nachgebaut wird, habe ich schon auf der Transmediale in Berlin gesehen.

Insgesamt eine wunderbare Veranstaltung. Ich hätte mich geärgert, wenn ich sie verpasst hätte!

Meret Becker

Wenn ich bislang nicht Fan war, dann nur aus Unwissenheit. Das Konzert mit den Gentlemen von Ars Vitalis im Admiralspalast war einfach wunderbar. Meret Becker verfügt über ein ungeheures Repertoire, den Zuschauer zu beeindrucken – und damit meine ich nicht nur den Gesang.

Meret Becker & some Gentlemen of Ars Vitalis

Unbedingt hingehen!

(Und vielen Dank für die Einladung!)

Großstadtschluchten

“Silkroad” heißt die Installation des indischen Künstlers Subodh Gupta (2007), die derzeit in der Galerie BodhiBerlin zu sehen ist.

Silkroad by Subodh Gupta

Dies und viel noch viel mehr in den umgestalteten Industriehallen hinter dem Hamburger Bahnhof, direkt am Spandauer Schiffahrtskanal. Ein Besuch lohnt sich!

Nicht nur…

Blogdie Kunst von Sebastian Rogler, der unvorstellbarerweise und zu Unrecht noch ohne Wikipedia-Eintrag sein Werk vollbringt (darüber wurde schon viel berichtet), hat mich mich an diesem Wochenende beeindruckt.

Da war auch der Wochenmarkt in Charlottenburg, der mir zum Beispiel mit Ausrufen wie “2 Schalen Erdbeeren nur 2 Euro!” oder “Ananas, Ananas, Ananas, bitte, bitte, bitte!” in Erinnerung bleibt. Oder das Eis am Lietzensee. Die Pizza im Dal Buongustaio, die Vernissage in der Mommsenstraße (eigentlich waren es gleich drei) und dann die in der Oranienstraße. Und das war nur der Anfang eines wunderbaren, vorsommerlichen Abends.

Schloss auf der Pfaueninsel

Sonntag auf der Pfaueninsel. Auch hier gibt es mehr zu erleben, als man vielleicht denkt.

conspire…

Nachdem ich die letzte Transmediale ja eher langweilig fand, bin ich dieses Mal sehr versöhnt. Das liegt zum einen am Ort des Geschehens, dem Haus der Kulturen der Welt, ist im Wesentlichen aber inhaltlich begründet. Interessante Arbeiten, die technisch, künstlerisch/ästhetisch oder sogar philosophisch anspruchsvoll umgesetzt wurden, im Idealfall alles zusammen.

Anregend.

Lumina
Lumina, Ursula Berlot, 2007

Club Transmediale

Club Transmediale im Maria am Ostbahnhof
(Heute Nacht im Maria am Ostbahnhof.)

Vinicio Capossela

Vinicio Capossela im Babylon-Kino am Rosa-Luxemburg-Platz
Beeindruckend, laut, leise, schräg, soft, heavy, klassisch, gefühlvoll, romantisch, klagend, fragend, schnell, rockig, getragen, experimentell, populistisch, enthusiastisch, engagiert, – fast jedes Adjektiv passt zur Musik von Vinicio Capossela. Nur langweilig ist sie nicht!

Toni Mahoni im Vorprogramm war die perfekte Ergänzung.

Potsdamer Schlössernacht

Potsdamer Schlössernacht 2007
Für die Potsdamer Schlössernacht wurden laut Website bereits am Vorverkaufstag, dem 9. Dezember 2006 (!) in nur 110 Minuten alle 32.000 Tickets verkauft. Das allein mag vermitteln, welchen Eindruck das Spektakel in den vergangenen Jahren wohl hinterlassen hat.

Für mich war es das erste Mal und die erste positive Erfahrung dabei war, dass das Parken auf dem BuGa-Parkplatz inklusive Shuttle-Service kostenlos war. Respekt!

Ich war schon lange nicht mehr in Sanssouci, konnte mich aber noch vage an den einen oder anderen Ort auf dem Gelände erinnern. Nicht jedoch an die enorme Weitläufigkeit, der es letztlich auch zu verdanken ist, dass die 32.000 Besucher zwar deutlich wahrnehmbar waren, dabei aber nicht eingeengt wirkten.

Musikalisch wurde viel geboten. Chöre, Solisten verschiedener Art, Theater und Orchester waren zahlreich vertreten und vor den eindrucksvollen (und abends herrlich beleuchteten) barocken Kulissen zu bewundern. Insgesamt eine angenehm entspannte Atmosphäre.

Wir tanzten den unsittlichen Fandango

Kennt man, oder?
“Fandango”.
Klingelt’s?
Erste Klassenfete. Anfassblues?!
(Naja, wenn man Jahrgang 1966 +/- ist.)

Der Begriff taucht in einem Song von Procol Harum (=’Fern der Dinge‘, ist aber falsch; “Procul” wäre richtig) auf, aber an den Namen der Band konnte ich mich auch nicht mehr erinnern. “A Whiter Shade of Pale” heißt der Song. (Kürzlich neu interpretiert von Erdmöbel.) Es geht um den spanischen Tanz, der, ähnlich dem Bolero, langsam beginnt und immer schneller und leidenschaftlicher wird.

Auch Queen verwendeten den Fandango in einer Textzeile in ihrem Song “Bohemian Rhapsody”:

»Scaramouche, Scaramouche, will you do the fandango?«

Die Hintergründe erklärt das Damen Conversationslexikon bereits in der Ausgabe von 1834.

Schöne Erinnerungen…

Schöner wohnen

WohnenLeben Sie etwa noch…?!

Im Haus am Waldsee kann man im Rahmen des Designmai noch bis zum 31.05. Produkt- und Wohndesign bewundern. Da gibt es zum Beispiel Bücherregale, die ihrem Namen alle Ehre machen, eine Dusche, die eigentlich nur aus einem Schlauch besteht und trotzdem auch für den Innenbereich geeignet zu sein scheint und viele andere nützliche und/oder schöne Einzelstücke.

Besonders beeindruckt hat mich der Bauzaun im Außengelände, dessen Drahtkonstruktion eine Sitzfläche formt. Das wäre wirklich eine Alternative zu den sonst an Baustellen gebräuchlichen Absperrungen. Bin gespannt, ob sich das durchsetzt.

(Foto: Paula)

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