Rot gesehen

Nein, nicht ich, aber unsere Ordnungshüter.

Dabei war ich schon etwas überrascht, als der Beamte mit der Kelle auf mich zeigte und nicht auf den PKW, der mich kurz zuvor beim Überholen mit seinem Außenspiegel fast vom Fahrrad geholt hätte.

Im Moment weiß ich gar nicht, worüber ich mich mehr aufregen soll. Darüber, dass ich fälschlich des Überfahrens einer roten Ampel beschuldigt wurde und deshalb eine Anzeige kassiert habe, oder weil es mindestens 14 (!) schwer beschäftigte Beamte benötigte, um diesen Irrtum zu begehen. Kein Witz: Zwei Ordnungshüter, die mehr oder weniger genau beobachteten, welcher Radfahrer (nur um die ging es nämlich bei dem “Einsatz”) vielleicht gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt (und damit wir uns richtig verstehen: dagegen ist ja im Prinzip nichts einzuwänden), einer, der die vermeindlichen Übeltäter aus dem Verkehr zieht und mindestens 11 weitere Uniformträger, die auf Kundschaft warten.
Ich bin nicht ganz sicher, aber ich hege den Verdacht, dass man wenigstens einen Teil der Leute sinnvoller einsetzen könnte.

Mal sehen, wie nun meine Chancen stehen, aber ohne Anwalt wird das wohl nicht gehen. – Na, ich habe ja auch sonst nichts zu tun…

Kommentare

Ein Kommentar zu “Rot gesehen”

  1. Verurteilt : bartos.de am 21. Januar 2011 14:30

    [...] Tiergarten hält es aufgrund der Zeugenaussagen der Polizisten für zweifelsfrei erwiesen, dass ich im Sommer letzten Jahres mit dem Fahrrad eine rote Ampel überfahren habe. Dass ich an der fraglichen Stelle auf dem [...]

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