Rot gesehen
Nein, nicht ich, aber unsere Ordnungshüter.
Dabei war ich schon etwas überrascht, als der Beamte mit der Kelle auf mich zeigte und nicht auf den PKW, der mich kurz zuvor beim Überholen mit seinem Außenspiegel fast vom Fahrrad geholt hätte.

Im Moment weiß ich gar nicht, worüber ich mich mehr aufregen soll. Darüber, dass ich fälschlich des Überfahrens einer roten Ampel beschuldigt wurde und deshalb eine Anzeige kassiert habe, oder weil es mindestens 14 (!) schwer beschäftigte Beamte benötigte, um diesen Irrtum zu begehen. Kein Witz: Zwei Ordnungshüter, die mehr oder weniger genau beobachteten, welcher Radfahrer (nur um die ging es nämlich bei dem “Einsatz”) vielleicht gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt (und damit wir uns richtig verstehen: dagegen ist ja im Prinzip nichts einzuwänden), einer, der die vermeindlichen Übeltäter aus dem Verkehr zieht und mindestens 11 weitere Uniformträger, die auf Kundschaft warten.
Ich bin nicht ganz sicher, aber ich hege den Verdacht, dass man wenigstens einen Teil der Leute sinnvoller einsetzen könnte.
Mal sehen, wie nun meine Chancen stehen, aber ohne Anwalt wird das wohl nicht gehen. – Na, ich habe ja auch sonst nichts zu tun…
iTunes – Was mache ich nur falsch?
Dass ich nicht der allergrößte Fan von iTunes bin, ist vielleicht bekannt und hauptsächlich dadurch begründet, dass man es verwenden muss, wenn man ein iPhone besitzt. Zur Musikverwaltung würde ich es nicht einsetzen wollen, aber es ist nun mal die vermeintlich “einfachste” Art, Musik auf das mobile Telefon zu übertragen. Solange sich diese Musik auch auf dem gleichen Rechner befindet, ist das auch erträglich. Was aber, wenn die Dateien auf einem NAS oder einem Netzwerklaufwerk liegen?
Kein Problem, dachte ich. Einfach Datei/Ordner hinzufügen wählen oder das (entfernte) Verzeichnis per Drag&Drop auf die iTunes Bibliothek ziehen und dann macht er schon. Tut er auch. Es dauert aber vermutlich Wochen, die ca. 25.000 Titel einzulesen. (Wohl gemerkt: iTunes verwaltet nur einen Link auf die Datei. Die Daten werden nicht kopiert.) Nach 10 Stunden hatte iTunes gerade mal 4.222 Titel eingelesen. Zum Vergleich: Das Microsoft MediaCenter kam mit den gleichen Daten in ein paar Minuten zurecht und hat dabei sogar noch ein paar fehlende Cover geladen.
Zudem ließ sich iTunes kaum noch bedienen, nachdem der Teil-Import fertig war. Jeder Klick braucht ewig, bis die Software reagiert. Und das auf einem recht neuen Rechner mit i7 Prozessor.
Und dann ist da noch diese Sache mit der “Bestimmung der Informationen zur unterbrechungsfreien Wiedergabe”. Diese Prozess benötigt pro Titel 5 bis 8 Sekunden. Wow!
Ist iTunes einfach so lahm, oder habe ich eine ganz wesentliche Sache nicht verstanden?
Abendstimmung im Prenzlauer Berg
Blick vom Balkon heute Abend:
Na ja, also fast. In etwa. Hm, so ähnlich jedenfalls.

