Kein Freispiel drin…
Paule ist tot.

Nachruf
Kaum ein Kater konnte seine Eckzähne so lasziv aus dem Mundwinkel hängen lassen, wie er. Und selten habe ich ein Tier so dicht neben der Tüte mit dem Trockenfutter sitzen sehen, ohne dass auch nur ein Versuch unternommen worden wäre, sie zu öffnen. Paule blieb stets standhaft und wartete, bis jemand anderes die Arbeit erledigte. (Nur Neider behaupteten, er wäre einfach zu blöd gewesen.) Dick wurde er trotzdem.
Paule liebte Parties und war gerne unter Leuten. Berührungsängste kannte er nicht. Woher auch? Sein Universum bestand aus freundlichen Menschen, einer (nicht selbst gewählten) Lebensgefährtin und dem sehr seltenen Besuch anderer Spezies wie zum Beispiel Hunden. Da letztere kleiner als die netten Menschen waren, lies er es auch bei diesen Geschöpfen am vielleicht angebrachten Respekt fehlen, was im bei der einen oder anderen Rasse nicht nur Freunde eingebracht hat. Sei es drum. Es ging schließlich darum, die Vorherrschaft im Revier zu manifestieren. Eine Mission, die ausnahmslos erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Nur eines konnte er nicht leiden: Gewitter. Sein feiner Sinn verriet ihm schon Stunden vorher, wenn mit einem dieser schaurigen Naturereignisse zu rechnen war. Geduckt, als wolle der Himmel ihm auf den Kopf fallen, schlich er dann in ein Versteck und hielt sich dort leise wimmernd so lange auf, bis der Spuk vorbei war.
Ach Paule, wir werden dich vermissen.
Paule verstarb heute, am 25. Februar 2008 um 10 Uhr nach kurzer, schwerer Krankheit, mit einem leichten Seufzer.
Das Kondolenzbuch ist im Kommentarbereich eröffnet.
Leuchtzeichen

Lichter über Mitte.
Gestern Nacht am Schiffbauerdamm.
Irgendwie gruselig…

conspire…
Nachdem ich die letzte Transmediale ja eher langweilig fand, bin ich dieses Mal sehr versöhnt. Das liegt zum einen am Ort des Geschehens, dem Haus der Kulturen der Welt, ist im Wesentlichen aber inhaltlich begründet. Interessante Arbeiten, die technisch, künstlerisch/ästhetisch oder sogar philosophisch anspruchsvoll umgesetzt wurden, im Idealfall alles zusammen.
Anregend.

Lumina, Ursula Berlot, 2007
Berlin Hei-Jo
Das Schöne am Berliner Karneval sind die menschenleeren und autofreien Straßen.

(Hier die Schlüterstraße kurz vor dem Kurfürstendamm heute Mittag.)


