Winterzeit

Sonnenuntergang ist nun eine Stunde früher. Toll. Eine Stunde früher Wein trinken!

Herbst, mal wieder…

Herbst - zwischen Teufelssee und Schildhorn

Wie schön!

Gut geschlafen?
Auf dem Gehweg in der Möckernstraße…

Henkel ab

Da ist es nun geschehen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon davon geträumt habe. Albträume waren es: Meine Lieblingstasste könnte entzwei brechen. Und nun, plötzlich, ebenso unerwartet wie unspektakulär ist es passiert. Einfach angehoben und ich hatte nur noch ein Stück des Henkels in den Fingern. Materialermüdung nennt man das wohl.

LieblingstasseEine lange Zeit haben wir gemeinsam verbracht. Wie unschwer zu erkennen, habe ich die Tasse in Toronto gekauft. Das war im Jahr 1985, kurz nach dem Abitur, als ich mit meinem Freund F. für ein paar Wochen den nördlichen Teil der Neuen Welt unsicher gemacht habe. Mehr als 20 Jahre ist das nun her. (Erstaunlich, dass Tassen überhaupt so alt werden können, ohne sich darüber zu beschweren.)

In vielen Küchen, in Neukölln, Tempelhof, Kreuzberg und Charlottenburg, hat sie seither gestanden, oft Trost und schöne Erinnerungen gespendet – mal abgesehen von ihrer wahren Bestimmung, die sie auch vortrefflich erfüllte, indem sie stets Kaffee oder Tee warm hielt. Auf Reisen war sie seit jener Zeit nicht mehr oft, obwohl die wichtigste Erinnerung, die ich mit ihr verbinde, eben das Reisen ist.

Auf ihrer letzten Reise wünsche ich ihr alles Gute.

Adieu!

Gefahr durch Blasen?

Unfreiwillig komisch:

Blas-phemie

[Quelle]

Vinicio Capossela

Vinicio Capossela im Babylon-Kino am Rosa-Luxemburg-Platz
Beeindruckend, laut, leise, schräg, soft, heavy, klassisch, gefühlvoll, romantisch, klagend, fragend, schnell, rockig, getragen, experimentell, populistisch, enthusiastisch, engagiert, – fast jedes Adjektiv passt zur Musik von Vinicio Capossela. Nur langweilig ist sie nicht!

Toni Mahoni im Vorprogramm war die perfekte Ergänzung.

100 Jahre Eckener Oberschule

100 Jahre Eckener-Schule Berlin MariendorfAm Wochenende war ich beim “Ehemaligen-Treffen” meiner alten Penne. Im Vorfeld habe ich mir nicht viel dabei gedacht. Ein paar Klassenkameraden hatten ihr Erscheinen angekündigt und – obwohl vormittags – klang es nach einer netten, aber unspektakulären Veranstaltung mit alten Bekannten.

Ich muss zugeben: Es war einiges mehr. Im Jahr 1985 habe ich dort mein Abitur gemacht (ein Jahr später als (fast!) alle anderen aus meiner Klasse; ein Umstand, über den ich jetzt nicht reden will!) und die Schule seit dem bis auf eine unbedeutende Ausnahme zu einem Anlass ohne größere Bedeutung nicht mehr betreten. Auf das Gefühl, nach 22 Jahren wieder durch die Eingangstür zu gehen, war ich nicht vorbereitet. Es war fast alles wie damals. Schon vor der Tür habe ich ein paar Bekannte begrüßt, die rauchend auf dem Bürgersteig standen. Das war schon damals so, wenn auch ein paar entscheidende Stunden früher am Morgen. Auch die Stufen bis ins Foyer sind mir noch wie damals in Erinnerung. Jede einzelne.
Aus sentimentalen Gründen zog es mich zunächst gleich nach links in den Anbau. Dort, in der ersten Etage am Eck befand sich damals der Informatik-Raum mit dem Terminal, das per “Akustik-Koppler” mit dem DSS (Dialog-System-Süd) der FU verbunden war. Heute ist das ein normales Klassenzimmer mit einem Mobiliar, das sich seit dem so signifikant verändert hat, wie die Hausnummer. Die gleichen Stühle, Tische und Tafeln. Ich hatte zwar mit nichts anderem gerechnet, war aber trotzdem überrascht.

Auch meine anschließenden Streifzüge durch alle Etagen der Schule bestätigten den Eindruck: Praktisch keine Veränderungen. Weder in Aufteilung, noch in Ausstattung oder Funktion. Selbst die Farbe an den Wänden ist die Gleiche. Es war fast wie eine Zeitreise.

SchmierfinkAuch der Humor scheint sich in den Jahren kaum verändert zu haben, wie der Hinweis an der Tür zum Physikraum, der leider abgeschlossen war (früher war er aber dort, glaube ich – so sehr oft war ich jedoch nocht da), deutlich macht. Kann aber auch sein, dass das Schild ernst gemeint war. So sicher konnte man sich da nie sein.


Immerhin: Ich habe ein Supporter-T-Shirt gekauft und damit den “Freundeskreis Eckener-Oberschule Gymnasium e.V.” direkt unterstützt. Ich hoffe, die tun das Richtige mit meinem Geld!

Auf jeden Fall war es eine erfrischende Veranstaltung. Bei dem Tempo freue ich mich jetzt schon auf das 200-jährige!

Momente

Ein Fenster im Brel.
Nicht alles lässt sich so einfach beschreiben.

Muss vielleicht auch nicht.