Psalmen
Psalm 1
Herr,
wenn du nicht die Liebe bist,
was offensichtlich ist,
wer oder was bist du dann? Und
wozu brauchen wir dich?
Sind wir zu gering, um zu erkennen?
Zu gering, um unsere Stimmen zu erheben,
unseren Geist,
unser Gefühl,
unseren Sinn für das Wahre?
Meinst du, wir würden es nicht erkennen?
Bist du, oh Herr, Hilfe oder Hilflosigkeit,
Nutzen oder nutzlos,
Verkünder oder Verführer?
Und wie sollten wir unterscheiden?
Wie vertrauen?
Psalm 2
Herr,
wir beide sind nur Beobachter in dieser Welt.
Gib’ mir Kraft und die Geduld, dies zu erdulden,
als dass alles Gerede und alle Gebärden zu ertragen seien,
und sich deren Sinn erschließen möge.
Irgendwann.
Immer neue Fragen, neue Konflikte,
neue Prognosen, neue Lösungen,
neue Gespräche, neue Versprechungen,
neue Propheten,
neue Religionen,
neue Götter
und ihre Stellvertreter.
Im Namen der Menschlichkeit,
erkläre endlich, dass das alles nur ein Spaß war!
Und wenn du wirklich helfen willst,
dann hilf, dass die verstanden werden,
die wichtiges zu sagen haben.
Und dass sie es sagen.
Und dass man ihnen glaubt.
- Ha!
Psalm 3
Herr,
preise ruhig meinen Namen
und bewahre,
dass ich weiter ohne dich
und ohne deine Regeln lebe!
Vielleicht hilft das.
Prost.
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kommentare
Schreibe einen Kommentar

