Fernweh

Hangover

Beleuchtungsobjekte

Tango
Allein der Ort könnte einer Zeitreise entsprungen sein: Clärchens Ballhaus in Mitte. Und dann diese Musik. Unerwartet. Beeindruckend. Elegant. Modern.
Metro 24-Stunden-Netz
Neulich am S-Friedrichstraße…

Na, schönen Dank auch!
Monitored

Oder auch Sand.
Ganz erstaunlich, was einem alles so durch die Hände gleiten und sich in diesem Strom verlieren kann. Bislang dachte ich dabei hauptsächlich an Zeit oder Geld. Aber es gibt wohl noch viele andere Kandidaten. Erkenntnisse zum Beispiel. Stimmungen. Ideen. Worte. Oder Gefühle.
Erst noch greifbar und im nächsten Moment verschwunden. Reproduzierbar zwar, aber nicht mehr das selbe. Vielleicht auch gut so.
Warum immer ich?
Da quält man sich wegen eines Termins mit den Handwerkern um 7:30 aus dem Bett und dann kommen die Burschen nicht. Uhrzeiten im einstelligen Bereich halte ich ohnehin für obszön und mein Aufstehen zu dieser Zeit war bereits ein Zugeständnis besonderer Art. Dass man mich aber nun ohne Meldung einfach sitzen lässt erzürnt nachhaltig.
Telefonisch ist natürlich – wie immer in solchen Situationen – auch niemand zu erreichen. Ich bin schon jetzt auf die Ausrede gespannt!
Ich glaube, bislang ist jeder zweite Termin mit Handwerkern schief gegangen. Entweder kamen sie gar nicht, oder sie haben mich völlig umsonst viele Stunden zu früh aus dem Bett gejagt. Vielleicht ist es ja auch ein Prinzip. So eine Art Rache dafür, dass Handwerker immer früh aufstehen müssen. Sie rächen sich, in dem sie harmlosen Kunden das gleiche Schicksal aufzwingen. Ich kann mir richtig vorstellen, wie sie sich dabei kräftig ins Fäustchen lachen, während sie unten beim Bäcker stehen und das erste Bierchen einklinken. Irgendwann kommen sie dann und murmeln irgendwas von “Chef hat gesagt”, “andere Baustelle”, “Teil nicht am Lager” oder so was. Das Schlimmste dabei ist ja, dass man auch noch freundlich und verständnisvoll sein muss, denn schließlich sollen die Experten ja was heile machen. Irgendwann werde ich mir dabei noch mal die Zunge abbeißen.
So, Jungs, ihr seid jetzt fast 2 Stunden überfällig. Wird’s heute noch?!
Gedanken in der Nacht
Bei allen gemachten Fehlern – zumindest einer wurde doch weitgehend vermieden: Keine zu machen.
Spree-Blick

Die Spree.
Von der Gotzkowskybrücke.
In einer Januarnacht. (Der letzten im Jahr 2007.)
Es war kalt und windig.
Und dunkel.
Sehr dunkel.
unfinish!

Einen besseren Titel hätte man für die transmediale.07 kaum finden können. Nicht, dass ich da Experte wäre – genau genommen war es mein erster Besuch dieser Reihe, aber was dort präsentiert wurde, war aus meiner Sicht weder spektakulär noch visionär. Kein neuer Aspekt, der nicht schon mal hinterfragt wurde. Nichts, was man nicht schon mal so oder so irgendwo gesehen hätte.
Kritik? Ja, aber behutsam – aber auch das haben wir alles schon tausend Mal gehört.
“Death Before Disko” von Herwig Weise (Bild oben) zum Beispiel (wobei “Deaf Before Disko” vielleicht treffender wäre): Na gut, da macht so eine Maschine komische Geräusche und blinkt dabei. Auch wenn es sich dabei um Datenströme aus der Weltraumforschung handelt, die audiovisuell umgesetzt wurden, soetwas hat es alles schon gegeben. Jede Lichtorgel kann das – mehr oder weniger. Aber schön sieht sie aus, die Maschine.
“Still Living” (Antoine Schmitt) ist auch so ein Fall. Eine Art Powerpoint-Animation auf mehreren Bildschirmen. Frieder Nake kann sowas besser.

Oder “Taken” von David Rokeby (Bild oben): Kameras beobachten das Publikum und projezieren Schnappschüsse mosaikartig auf einen Teil der Wand. Im anderen Teil werden automatisch selektierte Personen (jedenfalls, wenn die Mustererkennung funktioniert; sonst erscheint ein scheinbar willkürlicher Bildausschnitt) gezeigt und mit einem zufgällig gewählten Titel überschrieben. (Bei mir stand plötzlich “disinterested” da…)
Na gut, die Idee ist ganz lustig und augrund der großen Projektionsfläche wirkt das Werk auch recht gut. Neu ist das aber auch nicht, jeder (amerikanische) Flughafen setzt diese Techniken ein und jeder weiß das. Vor 10 20 Jahren hätte ich womöglich gestaunt.
Aber vielleicht habe ich das alles auch einfach nicht verstanden.
Mal sehen, ob die nächste transmediale “trivial” heißt.


