Jonathan Monk
“Das wird dir gefallen”, sagte meine fachkundige Begleiterin und beförderte mich in das Haus am Waldsee. Und tatsächlich:
Jonathan Monk (geb. 1969 in Leicester, in Berlin lebend) arrangiert, interpretiert oder konterkariert die Kunstwerke anderer auf eine Weise, die einen oft unwillkürlich zum Schmunzeln veranlasst. Unkonventionell mit Konventionen spielend. Und trotz persönlicher Abwesenheit stets präsent, dabei aber angenehm unaufdringlich.
Da ist zum Beispiel ein runder Spiegel, der sich in der Mitte eines Raumes dreht und überraschende Perspektiven bietet.
(Jedenfalls, wenn man richtig steht…)
Irgendwo hängt ein Stück Papier mit dem Text “THERE IS NO REASON FOR ME TO DO THIS”. Und auf einem anderen Bild pinkelt Monk seinen Vornamen in den Sand.
Darauf muss man erstmal kommen. (Das Spektakulärste, das ich auf diesem Gebiet bislang zustande gebracht habe, war es, im Hafen von New Orleans in den Mississippi zu pinkeln, was mir fast eine Nacht im Knast eingebracht hätte.)
Auch interessant: The Unrealised Realised, 2003, 16 mm Farbfilm, 10 Minuten und 38 Fotografien.
(Wenn man nicht dazwischen steht.)

Laser-Projektionen gefallen mir ja fast immer, wenn die Idee gut ist.
Jedenfalls für eine gewisse Zeit, denn oft geht die Darstellung sehr schnell ganz schön auf die Augen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Februar 2007 zu sehen.
Kommentare
Ein Kommentar zu “Jonathan Monk”
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Ich hör’ dann mal eben auf damit Kunstkritiken zu schreiben. Das kannst du ja viel besser.
Und für die Allgemeinheit: wie funktioniert das mit der Animation der “The Speed of Light Machine” Animation?