Selbstportrait
…einer Digitalkamera.

Aufgenommen in der Blei-Bibliothek von Anselm Kiefer im Hamburger Bahnhof. Die Arbeit trägt den Namen “Volkszählung” und stammt, wie ich aus informierter Quelle weiß, aus dem Jahr 1991.
Der Doktorspiegel gewährte nicht nur der Kamera einen tieferen Einblick.
Darum ging es mir aber eigentlich gar nicht. Erst mit dem Wissen um das Werk kommt die Erinnerung an jene Volkszählung, und den Protest dagegen.
Wann war das, als wir mit selbstaufgemalten Barcodes auf der Stirn zur Schule gegangen sind? 1983? Da war ich 17. Und Anselm Kiefer war 38, aber ich hatte noch nie von ihm gehört. Bis gestern nicht.
Die Volkszählung fand laut Wikipedia (ich kann mich an solche Daten nicht mehr erinnern; eigentlich kann ich mich an gar keine Daten erinnern, vom Datum der letzten Millennium-Party mal abgesehen) erst 1987 statt. Vier Jahre Später entstand (oder vollendete sich) Kiefers Werk. Zu einer Zeit, zu der ich diese Volkszählung sicherlich schon wieder vergessen hatte.
(Beim Googeln zu diesem Thema bin ich auf auf diese schöne Führung gestoßen. Lesenswert.)
Kommentare
Ein Kommentar zu “Selbstportrait”
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Ach, so hieß das Werk. Mir ist erst später aufgefallen, dass ich mich darüber gar nicht informiert hatte – war viel zu perplex und fasziniert von… :-D
Danke schön für die auf diese Weise nachträglich erhaltenen Infos!