Caipi-Nacht

Caipirinhas über den Dächern von Kreuzberg.
Ein wunderbarer Abend mit vier zauberhaften Damen verlängert den Urlaub.
Strandleben
Man kennt das: Am Strand oder auf der Liegewiese breiten die einzelnen Gruppen ihre Decken und Handtücher aus. Kleine Inseln jeweils. Und – schon im eigenen Interesse – mit möglichst großem Abstand zu den anderen.
Aber was sind das für Menschen, die trotz riesiger freier Flächen ohne Zögern ihre Decken fast innerhalb unseres Lagers ausbreiten. Keine Spur von Diskretion, keine Zweifel und kein Blick zur Seite. Und schon geht es los: Mama lässt lautstark in englischer Sprache eines der beiden übergewichtigen Kinder wissen, dass sie wegen ihrer weißen Hautfarbe nicht so lange in der Sonne bleiben sollen, während das andere, dessen Anblick sehr an Wayne Rooney erinnert, bereits damit beschäftigt ist, irgendein Handyspiel mit auffälliger Geräuschentwicklung zu beginnen. Kurz darauf werden alberne Ballspiele ausgepackt und direkt vor meinen Füßen in Betrieb genommen. Natürlich nicht ohne den ebenso obligatorischen wie unerwünschten Ballkontakt mit Unbeteiligten.
Weil die Familie aus dem Königreich auf ihrer Decke dann doch etwas mehr Platz benötigt, wird kurzerhand unsere Luftmatratze beiseite geschoben. Warum auch auf die andere, völlig freie Seite ausweichen, wenn man sich doch so einfach neue Feinde machen kann.
Nicht, dass mich derartiges aus der Ruhe bringen würde, Fassungslosigkeit kann viele Gesichter haben, aber ich frage mich doch, was da in der Sozialisierung falsch gelaufen ist.
Verona
Na klasse. Julia hat schon geschlossen.
Ein eisernes Tor verhindert sowohl den Blick auf ihren Balkon, als auch den Griff an ihre (bronzene) Brust, der doch Glück in der Liebe verheißen soll.
Schlechte Aussichten für das nächste Jahr.
Arbeiten in Augsburg
Nicht ganz meine Welt, diese Bürozeiten von 9 bis na, sagen wir im Schnitt 18:30 Uhr. Von mir aus könnte man es ruhig etwas später angehen lassen, aber hier habe ich nicht die Spur einer Wahl. Und bei gefühlten (?) 45° im Büro ist das Arbeiten auch kein ungetrübtes Vergnügen.
Schön ist aber die Aussicht…

…auf das Bier und den Wein am Abend!
Ich will hier ‘raus!
Ich hatte ganz vergessen, wie langweilig und unbefriedigend so eine Bahnfahrt von Berlin nach Augsburg sein kann. Etwa 6 Stunden bei herrlichem Sommerwetter vorbei an Seen, Freibädern, Parks, Wäldern, Eisdielen und Biergärten. Nicht auszuhalten!

Immerhin, jetzt bin ich schon in Nürnberg. Von hier dauert es jetzt nur noch eine Stunde…
Urlaub!
Na, noch nicht ganz, aber nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in der Weltstadt Augsburg werde ich ein paar Tage am Gardasee verbringen.
Wenn es die technischen Umstände zulassen, werde ich zwischendurch berichten. Wenn ich es nicht tue, kann das aber auch andere Ursachen haben.
(Gleichzeitig ist das übrigens hier der erste Eintrag in der neu eröffneneten Rubrik “Urlaub(sreisen)”.
Armageddon
P. steht auf dem Hof und betrachtet den Himmel, als ich aus dem Haus komme. Irgendetwas stimmt nicht, aber auf den ersten Blick kann ich nicht sagen, was es ist. Ich folge seinem Blick. Es ist bewölkt, aber nicht vollständig bedeckt. Hier und da ist noch blauer Himmel zu sehen.
Da es spät ist, bin ich zunächst nicht irritiert. Die Sonne geht unter und der Mond ist bereits zu sehen. Nicht ungewöhnlich.
Dann aber doch irgendwie. So hell ist der Mond doch sonst nicht, besonders, da er durch die Wolken scheint – und auch die Position passt nicht. Weit, sehr weit außerhalb der Ekliptik. Das fällt schon auf, besonders, wenn man den Anblick seit der Kindheit kennt. Normalerweise erscheint der Mond auf der anderen Seite…
Ich laufe zurück ins Haus und hole meine Kamera. Das muss ich bloggen, denke ich noch kurz und komme wenig später mit dieser für Himmelsfotografie absolut ungeeigneten Knipse zurück. P. steht noch immer so da wie vorhin – nur sein Mund hat sich etwas weiter geöffnet. Und dann sehe ich es auch. Kann gar nicht sein. So schnell bewegt der sich doch nicht. Oder hatte ich vorhin einen anderen Blickwinkel? Und etwas heller ist er auch geworden. Oder liegt es daran, dass es im Haus so dunkel war? Ist er größer geworden? Irgendetwas stimmt hier nicht. – Und langsam wird es etwas beängstigend.
Wir stehen beide mit staunendem Blick nebeneinander und beobachten das Phänomen. Ich vergesse, zu fotografieren. Uns wird mulmig. Es wird wirklich größer und heller. – Und immer schneller.
Für einen Augenblick denke ich an Katastrophenfilme wie Armageddon, Deep Impact oder Meteor.
Aber kann das denn sein? So ohne Vorwarnung? Wir stehen wie angewurzelt da. Zunächst fassungslos, aber dann überschlagen sich die Gedanken. Was ist zu tun? Wegrennen? Wohin? Duck and cover? Keller? Zur nächsten U-Bahn? – Keine Chance. Bei der Geschwindigkeit dauert es höchstens noch ein paar Minuten. Das Ding wird immer größer und heller. Inzwischen sind auch durch die Wolken einzelne Strukturen auf dem Ding zu erkennen. Schwarze Adern auf einer hell gelben Kugel. Etwa wie Blutadern in einem geröteten Auge, nur viel breiter. Und eines ist sicher: Das ist nicht der Mond.
Was tun? Wohin? Radio einschalten? Familie und Freunde anrufen? Oder ist es längst zu spät?
Und dann bin ich aufgewacht.
Headbutting
Hier lässt sich die Szene nachspielen. Einfach Maus bewegen und klicken. Sehr aufschlussreich.
(Mit Dank an Ba. für den Hinweis.)
Nacht

Nicht, dass mir der Anblick des Mondes oder gar der Nacht fremd wäre, aber es ist auch mal schön, die Nacht als solche wahrzunehmen.
Gute Nacht!
4 Uhr 03

Ist gestern Abend wieder etwas später geworden…
Adieu les bleus
Eine lustige Party war das, in der Tapas-Bar.

Eigentlich wollten wir uns danach in einem italienischen Restaurant zum Grappa Espresso einladen lassen, aber die ins Auge gefassten Lokale hatten geschlossen und feierten wohl bereits am Ku’Damm. Dafür hatten wir dann am Savignyplatz die Gelegenheit, eine kleine Gruppe französischer Fans mit deutschem Bier zu trösten. Erstaunlich, wie gut das mit der Sprache nach ein paar Gläsern klappt!
Manuell…

Tag des Kusses
Mist. Wieder leer ausgegangen.
“Siehst du dieses Licht?”
Von meinem Balkon aus kann ich leider nur einen kleinen Teil des Fernsehturms sehen. Gerade fällt aber ein äußerst intensiver Lichtstrahl auf.
Was ist das?
Sind sie gelandet?
War der Fernsehturm letztlich wirklich nur die Antenne der abgestürzten Raumstation?
War doch nur ein Spiel…

Wie ein riesiger Trauerzug liefen sie nach dem Spiel am Schleusenkrug vorbei. Langsam und leise, nicht jubelnd wie am Freitag. Der kleine Friedrich neben mir hat in den Armen seiner Mutter bitterlich geweint und dabei seine Kapitänsbinde verloren. Das Trikot mit der Nummer 13 hatte er schon etwas früher ausgezogen. Die Enttäuschung stand nicht nur ihm ins Gesicht geschrieben.
Dafür ist die Musik aus dem italienischen Restaurant an der Ecke noch jetzt klar und deutlich zu hören. So soll es sein!
Viva Italia! – - – Aber: Allez les bleus!

