Unter die ersten 300…
…werde ich mit meinen WM-Tipps wohl kommen, bei den BlogKickers. Vielen Dank an Nerdcore für die Idee und an das Eayzlog für den hübschen Button!
[Via Spreeblick]
Von unten…

Asynchron
Seit einiger Zeit, inzwischen sind es wohl schon viele Monate, stelle ich eine gewisse, wenn auch derzeit noch nicht Besorgnis erregende Inkompatibilität zwischen mir und dem Rest der Welt meiner Umwelt (von wenigen Ausnahmen abgesehen) fest. Das Problem (für die anderen natürlich) liegt in den unterschiedlichen, sagen wir, Dienstzeiten. Ich komme selten vor 3 Uhr ins Bett (heute vielleicht etwas früher!) und stehe dementsprechend ebenso selten vor 11 Uhr auf. Einen Sonnenaufgang sehe ich typischerweise vor dem Schlafengehen (im Sommer; ich will ja nicht übertreiben) und dass nur der frühe Vogel den Wurm finden soll, halte ich für eine alberne Legende der Kleinstadt-Ornithologen.
Natürlich höre ich weder den Postboten klingeln (angeblich tun die das, bevor sie diese hässlichen blauen oder orangen Zettel mit der bestimmt freundlich gemeinten Aufforderung, sich die überflüssigen Kataloge Sendung selbst beim Postamt abzuholen, in den Briefkasten werfen), noch die Jungs von der Müllabfuhr, den freundlichen Herrn von der GEZ oder die Zeugen Jehovas. In meiner Wahrnehmung beruht deren Existenz auf Hörensagen. Termine im einstelligen Bereich lehne ich ab. (Ich persönlich erachte derartiges Ansinnen zumindest als obszön, kann/sollte das aber in Hinblick auf den inneren Frieden nicht allzu laut sagen. Wo wären wir schließlich, wenn jeder so dächte?)
Ein derartiger Lebenswandel führt auch zur Anpassung. So benötige ich beispielsweise keinerlei Dunkelheit zum Schlafen; inzwischen irritiert sie mich eher. Auch was Lärm betrifft bin ich recht tolerant. Ich höre weder den Staubsauger der Putzfrau noch einen vor dem Fenster landenden ADAC-Rettungshubschrauber. Die Natur wird sich sicherlich etwas dabei gedacht haben, mich mit diesen “Fähigkeiten” ausgestattet zu haben. In Flugzeugen von KLM oder Ferienorten mit einer hohen Zahl von englischen Gästen mit/oder/und kleinen Kindern ist diese Eigenschaft beispielsweise äußerst vorteilhaft.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man mangels Verkehr auf den Straßen praktisch kaum überfahren werden kann. Ein Umstand, der zwar mit besonders in den Abend- und Nachtstunden einher gehendem Alkoholgenuss oft relativiert werden muss und gelegentlich sogar ins Gegenteil umschlagen kann, dennoch aber nicht unterschätzt werden sollte. Ebenso wie die Tatsache, dass nachts einfach weniger Ungeziefer unterwegs ist. So bin ich zum Beispiel noch nie nach Sonnenuntergang von einer Wespe gestochen worden. Menschen mit Heuschnupfen schätzen die Nacht ebenfalls und auch die Gefahr von Sonnenbrand ist äußerst gering (paradoxerweise sehen Sonnenbrillen und Bikinis auch in der Nacht cool aus).
Natürlich gibt es auch Nachteile. So sinkt zum Beispiel der weit über die Grenzen von Berlin hinaus bekannte und beinahe sprichwörtliche Charme der Taxifahrer (jeder kennt den Begriff “charmant wie ein berliner Taxifahrer”) auf den absoluten Nullpunkt von etwa -273 Grad (C). Die meisten Dönerbuden der Stadt haben geschlossen und sind damit gewissermaßen Seelenverwandte weiter Bereiche des öffentlichen Nahverkehrs. Unter Umständen kann das hinderlich sein.
Wie auch immer. Zurzeit versuche ich, jeden Tag etwa eine halbe Stunde länger wach zu bleiben, um irgendwann wieder zu einem “normalen” Rhythmus zu gelangen. Mal sehen, ob/wann das gelingt.
Irgendwelche Assoziationen?

Sonnenaufgang in Weißensee
In letzter Zeit kommt es nicht mehr ganz so häufig vor, dass ich nach einer Party erst im Morgengrauen zurück nach Hause komme. Einerseits sicherlich, weil die Parties früher zu ende sind, andererseits, weil ich mich vielleicht aufgrund übermäßigem Alkoholeinflusses nicht mehr genau an den Rückweg (geschweige denn an dessen Umstände) erinnern kann.
Gestern (heute) war das anders. In Vollbesitz meiner ungetrübten Wahrnehmung beschließe ich gegen 4 Uhr, den Heimweg anzutreten (eine Übernachtungsmöglichkeit hätte es wohl gegeben, aber die Aussicht, dass mir nach wohl nur sehr kurzer Schlafperiode ganze Horden ausgeschlafener Kinder begegnen werden, vereinfacht die Entscheidung).
Ich verlasse das Haus und betrete eine andere Welt. Leere Straßen (Feiertag!), Vögel zwitschern. In der Tram bin ich allein. Am Hackeschen Markt auch. Endstation. Da wollte ich zwar gar nicht hin (der Müdigkeit geschuldet hatte ich ohne hinzusehen die erstbeste Tram genommen), aber da die entsprechende S-Bahn Station auf meiner Linie liegt, spielt das keine Rolle.
Auch die S-Bahn ist leer. Es ist fast gespenstisch.
Angesichts der Menschenlosigkeit kommen mir verschiedene Endzeitszenarien in den Sinn. Was wäre, wenn ich nun der einzige Überlebende irgendeines Anschlags wäre? Oder wenn Berlin evakuiert worden wäre – und nur ich habe das wieder verpennt? Oder, was am wahrscheinlichsten war, das passiert alles gar nicht. Ich träume nur. Bloß wie finde ich das heraus?
Zielbahnhof Savignyplatz. Noch immer keine Menschen. Beim Verlassen des Bahnhofs sehe ich den in der Gegenrichtung einfahrenden Zug, aber einen Zugführer kann ich nicht erkennen. Alles geht ziemlich schnell. In Gedanken versunken überquere ich die Kantstraße, die Fußgängerampel ist gerade grün. Autos nehme ich nicht wahr. Vielleicht, weil keine da sind, vielleicht auch nur, weil sie stehen. Eine Kreuzung weiter mache ich mitten auf der Straße ein Foto. Ganz in Ruhe.

04:26 Uhr. Ein paar Minuten später liege ich bereits im Bett. Aber da war ich ja vielleicht auch die ganze Zeit schon.
Klowand

“Klowände streichen ist wie Bücher verbrennen”, hab’ ich mal irgendwo gelesen. In diesem Fall hier trifft das wohl nicht zu, aber beeindruckend war das schon.
Nur geträumt…
Er: “Ich habe da wohl etwas geträumt, glaube ich jedenfalls, denn es war zu absurd, um real zu sein.”
Sie: “Was denn?”
Er: “Es ging um eine Frau, die anderen Leuten die Achseln rasiert hat.”
Sie: “Was ist daran absurd?”
Er: “Soweit eigentlich nichts, aber wenn die Leute keine Achseln hatten, wollte sie die Knie rasieren.”
Sie: “Keine Achseln?”
Er: “Naja, zum Beispiel bei Leuten, die keine Arme haben.”
Sie: “Verstehe.”
Er: “Glaube ich nicht.”
Sie: “Warum nicht?”
Er: “Naja, sie war die Busfahrerin.”
Sie: “Was?”
Er: “Die Busfahrerin. Ich hab dir ja gleich gesagt, du würdest es nicht verstehen.”
Sie: “Stimmt. Das ist absurd. Und vermutlich hatten die Leute ohne Arme aber ganz normale Hände.”
Er: “Woher weißt du das?”
Sie: “Schlaf’ jetzt weiter!”
[via Martha]
Sonnenuntergang in Rudow
Es muss nicht immer die Karibik sein:

Ein Sonnenuntergang im Süden von Berlin kann auch seinen Reiz haben.
Wir sind bereit!
Die WM kann kommen…

Dank an A. für den Planer!
(Ich frage mich gerade, ob ich für die WM eine eigene Kategorie eröffnen sollte. Wäre ja nur einen Monat. Und nur Fußball. – Aber vielleicht ein ganz besonderer Monat. Und vielleicht auch nicht nur Fußball. – “Ereignisse” ist vielleicht passend. Mal sehen, ob sich das eignet…)
Kaputte Dosen
Tolle Idee, das mit der Maibowle – auch, wenn’s ausnahmsweise mal regnet.
Auch eine tolle Idee sind die unkonventionellen Arrangements von Sabine Koch: Alte, irgendwo (!) gefundene Dosen, so wie sie waren, in ungeahnter Umgebung zu neuem Leben erweckt – und in gewisser Weise neues Leben erweckend?

Noch bis 7. Juli zu bewundern in der Schmuckschmiede von Cornelia Völker, Schlüterstraße 70 in Charlottenburg.
Fraktale Kunst
…zum Selbermachen. [Mehr...]

[Dies und anderes via Wortschnittchen.]
Harmonie
“Zurück! Weg mit euch!”, sagt sie und drückt dabei liebevoll die beiden imaginären Hörner zurück in die Stirn, aus der sie zu wachsen schienen.
Stahlträger

(Am S-Bhf. Westkreuz)
Girls in a Glass (2)
Part II

Hubschrauber Parade
Gerade über Charlottenburg gesichtet:

Muss wohl mit der ILA zu tun haben…



