Algorithmus und Zufall
So der Titel einer kleinen, aber sehenswerten Ausstellung im DAM, auf die uns eine liebe Freundin hinwies. Der Pionier der digitalen Kunst, Frieder Nake, stellt Werke von sich und seinen Studenten aus. Zur Eröffnung erschien auch Horst Zuse (im Bild rechts neben dem Künstler).

Der Anlass erinnerte mich an meine ersten Berührungen mit dem Computer. Vor vielen, vielen Jahren (es muss so um 1980 herum gewesen sein), habe ich mit einer kleinen Gruppe von Enthusiasten Planetenbeobachtung betrieben. Nächtelang betrachteten wir den Planeten Jupiter und zeichneten am Teleskop der Wilhelm-Foerster-Sternwarte die Wolkenringe des Planeten. Da sich dieser in nur knapp 10 Stunden einmal um seine Achse dreht (ganz schön schnell, wenn man bedenkt, dass er im Durchmesser rund 12x so groß wie die Erde ist), konnte man innerhalb einer (Winter-) Nacht eine komplette Rotation mitverfolgen und so eine vollständige Wolkenkarte anfertigen. Diese Zeichnungen wurden dann vermessen und elektronisch weiter verarbeitet. Dazu gehörte auch der Plot der Daten auf Papier, was – nicht nur bei Programmfehlern – ähnlich aussah wie die Kunst von Frieder Nake.
Immer schön locker bleiben!
Auf was für Ideen die Leute kommen… :-)
[Via Lisa9]
Audio-Kommentare
Eine wunderbare neue (ich zumindest habe soetwas bislang noch nicht gesehen) Idee aus dem Hause Spreeblick. Erstmalig im Einsatz bei diesem Podcast: Kommentieren per Telefon.
Mal sehen, wozu man das noch so gebrauchen kann…
Bier hilft!
Am Freitag letzter Woche war es mir dann doch zu viel. Seit bald zwei Monaten verschleppe ich nun diesen Husten. Weder Grippostat noch ein gelegentliches Gläschen Absinth haben geholfen. Und nun wird mir auch noch regelmäßig schwindelig, verbunden mit einem Druck auf den Ohren. All dies erzählte ich in der Sprechstunde dem Arzt meines Vertrauens mit dem Hinweis, dass die Symptome nach ein oder zwei Bier am Abend deutlich nachließen.
Und was rät er mir?
“Fangen Sie doch schon am Vormittag mit dem Trinken an!”
Erster Hagel

Na das kann ja noch lustig werden…
Erster Schnee
In Charlottenburg hat es gerade geschneit. Zum ersten Mal in diesem Winter. Dann wird’s jetzt wohl doch langsam Zeit, Handschuhe und Schal zu suchen…
Ich mag keinen Winter. Und schon gar nicht in Berlin. Wäre jetzt viel lieber in der Karibik!
Arbeitsessen

Absinth
Das war vielleicht ein Wochenende! Besuch von außerhalb. Aus Augsburg (das liegt da irgendwo in Bayern und hat sich wohl mit Hilfe einer Laune der Bürokratie das Kfz-Kennzeichen “A” erschwindelt). Ein Arbeitswochenende, aber nicht ganz ohne Fun-Faktor. Dazu gehörte zum Beispiel das bereits genannte Essen. Ganz besonders aber auch der Rest dieses Abends, den ich mit J. im Hefner beim Absinthtrinken ausklingen lies – und zwar auf die Sibirische Art:
Der Absinth wird im Glas mit einem Schuss Limettensaft angereichert, was den Anisgeschmack etwas reduziert, und anschließend sofort angezündet. Die entstehenden Dämpfe werden mit einem Cognacglas aufgefangen und anschließend mittels Strohhalm möglichst in einem Zug inhaliert. Direkt darauf wird der Absinth ausgetrunken. Diese Prozedur wird wiederholt, bis einer der Beteiligten umfällt. Hölle!
Inzwischen kann ich zwar wieder in Farbe sehen, bin aber noch etwas wacklig auf den Beinen.
H.H. Müller
Abendessen im H.H. Müller, einem ehemaligen, zum Restaurant mutierten, Umspannwerk.
Wie immer ein Genuss in jeder Hinsicht (und erst Recht, wenn man eingeladen wird…)!
Gerade bei Harald Schmidt…
“Destructeur d’automobile…”
Klasse!
Dazu passend:

[Via Trendhure.]
BVG
Toll, die neue Startseite (!) der BVG:

Genau, es lebe Berlin!
[Via Hauptstadtblog.]
Schritt-für-Schritt
Und wieder ein neues Wiki. Diesmal eines für Anleitungen. Das können Rezepte, Reparatur- und Einbauanleitungen oder praktische Step-by-Step-Hinweise zur Firmengründung sein. Bin mal gespannt, ob das ankommt. Noch ist alles ganz leer und es existieren keine festgelegten Strukturen. Muss auch nicht; ist ja ein Wiki!
Wer also zum Beispiel schon mal selbst einen Fahrradreifen gewechselt hat, und anderen die eine oder andere Schwieriglkeit dabei ersparen möchte ist hiermit freundlichst dazu aufgerufen, seine Erfahrungen zu teilen:
Ach ja: Ich brauche unbedingt auch noch ein Logo für das Projekt – ich bin da schrecklich unbegabt, wie nebenstehend nur allzu deutlich erkennbar ist. Vielleicht fühlt sich ja jemand berufen, der sowas kann…
(Format: 135×135 Pixel, PNG)
Ostsee II
Ich will ja nicht ungerecht sein. Hier nun also die schönen Seiten der Ostsee (zwischen Kühlungsborn und Heiligendamm) vom letzten Wochenende…

Igel-Babys
Irgendwie drollig… :-)
Heiligendamm
Ein Wochenende an der wunderschönen Ostsee ist immer wieder ein herausragendes Erlebnis. Blühende Landschaften und die hohe Kunst der behutsamen Denkmalpflege vereinen sich wohl kaum irgendwo anders anschaulicher als in Heiligendamm.
Schon die eindrucksvoll gepflegten Prachtstraßen lassen darauf schließen, dass die Bewohner stolz auf ihre Heimat sind und sich wohl fühlen. So wohl, dass sie für 2007 gleich einen G8-Gipfel in ihrem geliebten Ort stattfinden lassen wollen. Sicherlich – und wer will es ihnen verdenken – auch, um der ganzen Welt zu zeigen, was in Deutschland alles möglich ist, wenn man nur will! Ein Bade- und Kurort wie Heiligendamm ist dafür wie geschaffen. Eine gut ausgebaute Infrastruktur sorgt für Bewegung – die dampfgetriebene Schmalspurbahn erreicht zwar technisch nicht ganz das Transrapidniveau, besticht dafür aber durch ihr ausgesprochen übersichtliches Tarifsystem, das bei immerhin 9 Haltestellen (von denen selbstverständlich nicht alle ganzjährig betrieben werden) in 3 Zonen eingeteilt ist.
Natürlich sollte man dabei auch nicht übertreiben. Vielleicht hat sich die Verwaltung deshalb dazu entschlossen, gewisse Gebrauchsspuren zu belassen und nicht allzu penibel bei der Beseitigung kleiner Schönheitsfehler vorzugehen. Hin und wieder kann man die Spuren unvorsichtig eingeparkter Trabbis durchaus noch erkennen (natürlich könnten diese kleinen Kratzer auch andere Ursachen haben, Lage und Umstände legten jedoch diese Vermutung nahe).
Schließlich wird über die deutsche Gründlichkeit schon genug gelästert.
Abgerundet wird das Erlebnis Heiligendamm durch die ebenso anspruchsvolle wie volksnahe Gastronomieszene (wenn man das so nennen darf, denn vom Strandcafé über den Schnellimbiss und das Bahnhofsrestaurant (Slogan: Gemütliche Gastlichkeit im herzoglichen Wartesaal) bis zum Gourmet-Tempel im Kempinski ist schließlich alles vertreten – - und hiermit vollständig aufgezählt). Besonders reizvoll: Das kleine Café Schwan (oder so ähnlich), dessen reizvolle Terrasse dem kundigen Leser bereits auf dem ersten Foto aufgefallen sein wird. Hier stimmt einfach alles: Angebot, Ambiente (siehe Foto) und Publikum – wer es für ratsam hält, hier nicht einzukehren, ist selber schuld! – Allerdings lassen einem die Öffnungszeiten auch nicht besonders viel Spielraum. Auch musikalisch hat die Region einiges zu bieten – besonders, wenn man sich für deutsche Schlager aus den 70ern interessiert!

Kein Wunder, dass die Besucherströme nicht abreißen wollen und die Region vor wirtschaftlicher Kraft nur so strotzt!
Es war fast so schön wie damals (vor etwa 3 1/2 Jahren!) in Prerow…




